Puig de Santa Magdalena

Der Puig de Santa Magdalena ist ein symbolträchtiger Hügel in der Region Raiguer auf Mallorca, der etwa 6 Kilometer von Inca entfernt liegt. Mit einer Höhe von etwas mehr als 300 Metern ragt er markant aus der Ebene heraus und bietet einen spektakulären 360-Grad-Panoramablick.

Route:

Das Gemeindegebiet von Inca weist drei reliefbedingt klar voneinander abgegrenzte Zonen auf: Der südwestliche Bereich ist ein sanft abfallendes, leicht zum Pla (Ebene) hin geneigtes Gebiet, während im Norden zwei Hügel herausragen, die an die Gemeinde Selva grenzen. Im Osten befindet sich das Santa-Magdalena-Massiv, ein kleiner, von Süden nach Norden ausgerichteter Höhenzug. Dazu gehören der Puig de Santa Magdalena mit 287 m sowie der Puig de la Minyó, der mit 307 m die höchste Erhebung der Gemeinde darstellt.

Auf dieser Route entdeckt der Besucher den Osten der Gemeinde – einen weniger bekannten Teil von Inca, in dem wir auf kaum befahrenen Wegen wandern. Hier können wir innehalten, um zahlreiche Überreste der alten, prätouristischen Gesellschaft der Insel zu entdecken und zu bewundern. Einige dieser Zeugnisse führten dazu, dass dieses Gebiet 1991 zum Naturschutzgebiet von besonderem Interesse (Área Natural de Especial Interés – ANEI) erklärt wurde.

1. Camino viejo de Alcúdia (Alter Weg nach Alcúdia)

2. Schöpfbrunnen am Camino viejo de Alcúdia

Auf den Balearen sind Schöpfbrunnen (Norias) bereits seit dem Mittelalter dokumentiert, doch die meisten der erhaltenen Exemplare stammen aus dem 19. Jahrhundert oder der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bei vielen von ihnen kann man noch heute einen oder mehrere daneben gepflanzte Obstbäume sehen.

3. Creu d’en Roca

4. Ziehbrunnen mit Nischenhäuschen am Camino viejo de Alcúdia

5. Ses Veles

Dieses Landgut (Possessiò), das seit dem 18. Jahrhundert dokumentiert ist, besteht aus dem Bauernhaus mit einem gepflasterten Innenhof (Carrera) und verschiedenen Nebengebäuden für landwirtschaftliche Zwecke, wie etwa der Ölmühle.

6. Die Häuschen der Kleinbauern (Pegujaleros)

Die meisten der heute existierenden Bauten wurden vor weniger als 250 Jahren errichtet, obwohl diese Art von Siedlungen bereits seit dem 14. und 15. Jahrhundert bekannt ist.

7. Camino de Santa Magdalena

Auf diesem Weg, der Teil des alten Verbindungsweges von Artà nach Lluc ist, sind verschiedene Abschnitte des historischen Pfades oder Abkürzungen mit Steinstufen zu sehen. Der letzte Aufstiegsabschnitt bis zur Einsiedelei von Santa Magdalena verfügt über eine im Jahr 1914 entworfene Steintreppe mit 86 Stufen.

8. Puig d’Inca

Der Puig d’Inca, auch bekannt als Santa-Magdalena-Massiv, ist ein kleiner, langgestreckter Höhenzug mit zwei Erhebungen an den jeweiligen Enden: dem Puig de la Minyó und dem Puig de Santa Magdalena.

9. Einsiedelei Santa Magdalena

Die Existenz der Einsiedelei ist seit 1284 urkundlich belegt. Links von der Kirche befindet sich das Herbergsgebäude, während auf der rechten Seite das Konventgebäude liegt.

10. Ausgrabungsstätte auf dem Puig de la Minyó

Die Fundstätte aus der Talayot-Kultur (900–500 v. Chr.) besteht aus drei Mauerbändern, die sich an das natürliche Gefälle des Geländes anpassen.

11. Kreuz des Puig de la Minyó

Das monumentale, Christus dem Erlöser gewidmete Kreuz wurde im Frühjahr 1902 gesegnet. Dieses Kreuz wurde zweimal vom Blitz getroffen, wodurch zwei frühere Kreuze zerstört wurden. Das heutige stammt aus dem Jahr 1971.

12. Son Catlar- Can Roca

Im 17. Jahrhundert war dies eines der größten Landgüter (Possessions) von Inca und befand sich im Besitz der Familie Descatlar.

13. Pozo des Rasquell (Brunnen von Es Rasquell)

Einigen Historikern zufolge handelt es sich um einen öffentlichen Brunnen, der wahrscheinlich mittelalterlichen Ursprungs ist, obwohl er erst seit dem 18. Jahrhundert schriftlich dokumentiert ist.